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Naturkind

Die Natur war vor mir damals nicht sicher. Alles ließ sich für mich verwerten. Entweder zum Basteln oder ich habe es einfach gegessen. Junge, hellgrüne Blätter von Bäumen zum Beispiel. Ich habe mir immer eingeredet, sie würden nach Zitrone schmecken. Oder die Wurzeln von Sumpfdotterblumen. Keine Ahnung, warum ich auf den Trichter kam, die verspeisen zu müssen. Zum Glück waren es wohl nur kleine Bissen, denn die Pflanze ist giftig. Bucheckern habe ich mir natürlich auch einverleibt, aber die waren so anstrengend zu pulen.
Gebastelt habe ich mit Eicheln und Kastanien, Zwillen aus Haselnussstrauchzweigen, Pfeil und Bogen natürlich auch. Schändlicherweise habe ich dazu immer junge Bäume mit meinem Taschenmesser malträtiert. Meiner Mutter habe ich auch mal einen großen Strauß Weidenkätzchen mitgebracht, aber sie hat sich nur halb gefreut, und mir erst mal erklärt, was „Naturschutz“ bedeutet.

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  1. Hallo ihr 70er Süchtigen und in Erinnerung schwelgenden,

    tja, ich muss zugeben, mich packt auch immer wieder mehrmals jährlich das „Fieber“. Dann erinnere ich mich. Wir haben damals immer „Künstlerminibilder“ gebastelt, indem wir alte schon stumpfe Glasscherben gesammelt haben und mit den reifen Kirschen draufgetropft haben. Diese „Kunstwerke“ fanden wir toll! Und wir konnten uns „Stunden“ damit beschäftigen! Warum ist mir heute zwar schleierhaft aber damals war es klasse!
    Achja und als „Naturkinder“ haben wir natürlich immer Räuber und Gendarm gespielt und uns im hohen Gras der rießigen Wiese hinter den Häusern versteckt, dabei haben wir immer den in der Wiese wachsenden Sauerampfer gegessen!
    Achja, die Erinnerungen…
    LG Sonja

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